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WZ Bericht

Gellep-Stratum: „Feuerwehr ist Familiensache“
von Heinz Webers

Die Löschgruppe der Freiwilligen Wehrmänner trifft sich regelmäßig.

Krefeld-Gellep-Stratum. Auf der Legionstraße im Herzen des uralten Ortes Gellep trifft sich regelmäßig

eine verschworene Gemeinschaft, die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr. Im großen ehemaligen

Schulhof steht das kleine „Spritzenhaus“ mit dem Kletterturm und bei gutem Wetter draußen auch das

gut ausgestattete große Löschgruppenfahrzeug KR-2166 mit allerlei Werkzeug und 600 Litern Wasser

an Bord.

Die Löschgruppen – es gibt neben Gellep-Stratum noch welche in Oppum und Traar – unterstützen die

Berufsfeuerwehr (Standorte Florastraße und Linn) und deren Löschzüge (Standorte in Fischeln, Hüls

und Uerdingen). Die Gellep-Stratumer Gruppe, gegründet vor 105 Jahren, hat im Moment 21 Aktive.

Eine Frau und zwanzig Männer tragen Tag und Nacht einen Funkalarmempfänger, sind zusätzlich per

Handy erreichbar und machen sich schnellstens auf den Weg zur Wache, wenn Alarm durch die

Leitstelle erfolgt. In der Wache auf der Legionstraße finden sie dann ein Fax mit der

Aufgabenbeschreibung.

Bei kleineren Bränden sind die Gelleper auch allein verantwortlich

Oft sind zwar die Kollegen von der Berufsfeuerwehr schneller, aber dann übernehmen die Freiwilligen zu deren Entlastung den Brandschutz. Bei

kleineren Bränden und wenn die Berufsfeuerwehr an anderen Orten gebunden ist, sind die Freiwilligen auch schon mal allein verantwortlich. Um sich

fit zu halten, trifft man sich alle 14 Tage zu Übungen und zur Absprache der Dienstpläne.

Chef und Löschgruppenführer ist in Gellep-Stratum Brandinspektor Hans-Peter Birgels, Stellvertreter ist Brandinspektor Hans-Peter Riskes. Sie

bilden mit ihren Kameraden die sogenannte Stammeinheit. Zwei wichtige „Anhängsel“ gibt es: die Ehrenabteilung der über 60-Jährigen und die

Jungfeuerwehr. Viele Mitglieder stammen aus richtigen Feuerwehr-Dynastien. Riskes beispielsweise ist Feuerwehrmann in der dritten Generation.

Seine Meinung: „Feuerwehr ist Familiensache. Denn nur wenn die Partnerin oder der Partner mittut, ist der Dienst zu schaffen.“ Und er ergänzt

verschmitzt: „Feuerwehrleute lernen Gehorchen, deshalb klappt es oft so gut in der Ehe.“

Quelle: www.wz-online.de
 

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